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Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
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D-14169 Berlin
Deutschland

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Die Früherkennung von Blasenkrebs
Die stetige und noch nicht ganz abgeschlossene Entwicklung in den Bereichen Licht und Optik der physikalischen und biochemischen Wissenschaften konzentrierte sich in den letzten zwei Jahren sehr auf die Verwendung von 5-Amino-Laevulinsäure (5-ALA). Besonders zur Früherkennung des oberflächlichen Blasenkarzinom ist diese Methode hoch sensitiv und spezifisch. Die photodynamische Diagnostik und Therapie stellt für die betroffenen Patienten eine sehr geeignete Methode zur Verbesserung der Lebensqualität dar.

Das Blasenkarzinom ist eine Erkrankung, die sich auf Grund des Kontaktes, der die Blase auskleidenden Schleimhaut mit körperschädigenden Substanzen auf die Schleimhaut auswirkt. Das führt zu einer Überaktivierung der Zellen, die dann auf Kosten der umliegenden Zellen und auf Kosten des gesamten Körpers unkontrolliert wachsen. Anfangs geschieht das oberflächlich und langsam. Die Früherkennung dieses Wachstums auf zellulärer Ebene erlaubt dessen Begrenzung und Frühbehandlung mit einfachen Methoden, die darauf abzielen, eine bessere Lebensqualität zu erreichen und die Intervalle zwischen den einzelnen Behandlungen zu verlängern. Darüber hinaus soll sie eine aggressivere Therapie, möglichst vermeiden.

Die Methode beruht auf einer vermehrten Anreicherung einer bestimmten Substanz (5-Amino-Laevulinsäure), die normalerweise während der zellinternen Aktivität (Metabolismus )gebildet wird. Wird diese Substanz von Licht einer bestimmten Wellenlänge (violettes Xenon Licht ) stimuliert, dann emittiert sie Licht im roten Spektrum auf violetten Hintergrund und macht dadurch die sezernierenden Zellen trotz ihres nur geringen Vorhandenseins sichtbar. So wird eine sehr spezifische und akkurate Diagnose und Behandlung der Krankheit ermöglicht.      


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Wer kommt für diesen Eingriff in Frage?

Patienten, bei denen der Verdacht auf ein Blasenkarzinom im Frühstadium auf Grund einer chronisch resistenten Blaseninfektion oder einer unklaren Blasenirritation besteht, können von diesem Eingriff profitieren.

Werden bei einer mikroskopischen Untersuchung rote Blutkörperchen entdeckt oder ist Blut im Urin feststellbar, dann ist diese Methode indiziert. Patienten, bei denen histologisch Krebs nachgewiesen wurde, profitieren ebenfalls von dieser Methode, da durch den Einsatz dieser Methode, da so das betroffene Gewebe sehr akkurat und auch komplett entfernt werden kann.      

Wie läuft der Eingriff ab?

Der Patient liegt auf dem Rücken. Unter Lokalanästhesie wird ein Katheter in die Blase eingeführt. Die 5-Amino-Laevulinsäure (5-ALA) wird nun durch den Katheter in die Blase eingebracht. Anschließend wird der Katheter wieder entfernt. Der Patient bleibt danach noch zwei weitere Stunden liegen, damit die Substanz auch mit allen Teilen der die Blase auskleidenden Schleimhaut in Kontakt treten kann.

Anschließend wird der Patient zur Endoskopie gebracht, wo er sich erneut auf den Rücken legen muss. Die Blase wird untersucht und unter Anästhesie reserziert. Dies geschieht mit speziellen Endoskopiegeräten und unter Videokontrolle. Unter Lokalanästhesie werden Cold biopsies entnommen und zur weiteren histopathologischen Untersuchung eingesandt. Das betroffene Gebiet wird anschließend mit continuous Nd-YAG laser behandelt, um so eine komplette Heilung des veränderten Körpergewebes, bzw. des betroffenen Gebietes zu erreichen.

Der Eingriff dauert ca. 30-45 Minuten. Wenn es sich bei dem veränderten Gewebe nicht um eine Krebserkrankung im Anfangsstadium handelt, bzw. wenn das Resektionsgebiet groß ist, kann es möglicherweise notwendig sein, den Katheter für einen Tag zu belassen.      

Wie verläuft die Heilung?

Der Eingriff ist sehr einfach und risikoarm. Er wird ambulant durchgeführt. Bei größeren Läsionen kann möglicherweise eine Übernachtung im Krankenhaus notwendig sein. Wegen der Genauigkeit der angewandten Methode und den Vorteilen der Laseranwendung verläuft die Heilung im allgemeinen schonend      

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

  1. Was ist Blasenkrebs?

    Es ist eine Art aggressive Stoffwechselaktivität, die in den Zellen, die die Harnblase auskleiden, stattfindet. Diese Zellen beanspruchen die Energie des Organismus und befallen die Harnblasenwand und angrenzende Organe über das Blut, die Lymphbahnen und auch direkt, in dem sie die Funktion des betroffenen Gewebes verändern.

  2. Wie ist die Stadieneinteilung bei Blasenkrebs?

    Es gibt ein oberflächliches, ein lokal invasives und ein fern invasives Stadium. Es ist unser Ziel, den Prozess in seinem frühen oberflächlichen Stadium zu erkennen, um ihn zu stoppen oder die Zellen unter medizinischer und chirurgischer Kontrolle zu halten, um so die Lebensqualität zu verbessern oder aufrecht erhalten zu können.

  3. Ist das Verfahren schmerzhaft?

    Nein, es ist nur zeitaufwendig, garantiert aber die bestmögliche Diagnose und die besten Ergebnisse.

  4. Heilt die Laserbehandlung Blasenkrebs?

    Nein, das tut sie nicht. Sie ermöglicht nur die sehr genaue Entleerung des Bluts vom betroffenen Krebsbereich und ermöglicht dadurch die blutfreie Entfernung. Die Verödung der Tumorbasis führt zum Verschluss der Lymph- und Blutgefäße im betroffenen Bereich und verhindert so den weiteren Transport der Krebszellen durch die verödeten Gefäße.

  5. Hat die Laserbehandlung einen Einfluss auf Infiltration und Fernmetastasierung?

    Nein, das hat sie nicht. Sie ermöglicht die Zerstörung der Krebszellen so tief wie möglich innerhalb der Blasenwand, was durch konventionelle Methoden nicht möglich ist. Es ist wichtig, die Blase genügend tief zu resezieren, um den Grad der Erkrankung genau bestimmen zu können.

  6. Welche Komplikationen kann es bei der Laserbehandlung geben?

    Wenn der Laser zu tief angesetzt wird, kann er den Darm verletzen, was aber durch die richtige Anwendung vermieden werden kann. Die Schrumpfblase ist eine Komplikation die durch die Applikation des Lasers in eine ausreichende Blasenkapazität vermieden werden kann.

  7. Was sind die Vorteile der Laserbehandlung?

    Sie ist eine einfache und sichere Methode. Sie ermöglicht die Entfernung des Krebsgewebes bei minimalem Blutverlust. Sie verschließt lokal die Metastasierungswege. Die Operation ist kurz, und die Risiken sind minimal