| Inkontinenz der Frau |
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Die Behandlung der Inkontinenz mittels unterschiedlicher chirurgischer Techniken einschließlich der ungeeigneten Injektion in den Blasenhals hat zu manchen unerwünschten Ergebnissen, wie z.B. dem Wiederauftreten der Inkontinenz geführt. Dagegen konnten Techniken zur Aufhängung des Blasenhalses vor allem bei Patientinnen, die zuvor noch nicht behandelt wurden, erfolgreich angewandt werden. Als Inkontinenz bezeichnet man den Verlust der Kontrolle über die Harnblasenfunktion, vor allem einen ungewollten und unbemerkten Abgang von Urin. Die Ursachen hierfür können z.B. eine neurologische Hyperaktivität der Blasenwand oder, häufiger, eine anatomische mechanische Schwäche des Schließmuskels der Blase sein. Die Ursache, warum viele Frauen unter diesem sozial schwerwiegendem Problem leiden, liegt in einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, eine Verletzung des Schließmuskels der Blase (Sphincter), vorangegangene gynäkologische Operationen oder eine Erkrankung der Harnröhre, die zu einer Verkürzung derselben führt, dadurch nachgibt und nicht mehr in der Lage ist, dem Druck, der im Bauchraum unter bestimmten Belastungen entstehen kann, standzuhalten. Die Inkontinenz wird in drei Grade unterteilt:
Das ist die sogenannte Streßinkontinenz, die auch mit der noch belastenderen Dranginkontinenz verbunden sein kann. Die Streßinkontinenz kann durch Operationen, die zu einer Aufhängung des Blasenhalses führen, behandelt werden. Das Prinzip hierbei ist, dass die Harnröhre im Bereich des Blasenhalses mit dem Schambein verankert wird. In den letzten Jahren wurde es möglich, Inkontinenz in verschiedenen Graden durch Injektion von Kollagen in den Blasenhals zu behandeln, um dadurch die Widerstandsfähigkeit dieses Areals zu erhöhen, wenn es höherem Druck ausgesetzt ist. Dieses Verfahren hat vor allem bei voroperierten Patienten Erfolg. Bei Dranginkontinenz besteht eine Art Überempfindlichkeit gegenüber der normalen Blasenempfindung oder eine Überaktivität des Blasenmuskels selbst. Die Überaktivität des Blasenmuskels kann auch medikamentös behandelt werden. Falls eine medikamentöse Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt, sollte man versuchen, die Aktivierung der Blase durch Injektion von Anästhetika im Wurzelbereich der die Blase versorgenden Nerven an der Wirbelsäule zu reduzieren.
Patientinnen, die unter Streßinkontinenz, welchen Grades auch immer, leiden, können von der Operation profitieren. Vor allem Patientinnen, die von Streßinkontinenz, Grad II oder Grad III betroffen sind, können so wirksam behandelt werden. Eine Dranginkontinenz muß aber zuvor ausgeschlossen, bzw. behandelt werden. Bei übergewichtigen Patientinnen ist eine zuvor durchgeführte Gewichtsreduktion ratsam, ebenso der Einsatz einiger physikalischer Hilfen, die das Operationsresultat verbessern können. Es ist möglich, dass die Operation 3 –4 mal wiederholt werden muss, bevor ein zufriedenstellendes Resultat erreicht ist. Wie läuft der Eingriff ab? Die Patientin liegt wie bei einer gynäkologischen Untersuchung auf dem Rücken. Harnröhre und Blase werden zu Anfang endoskopisch untersucht. Durch aseptische Behandlung erreicht man die Keimfreiheit der Vagina, die anschließend untersucht wird. Unter lokaler Betäubung erfolgen dann auf beiden Seiten oberhalb des Schambereiches im unterem Bauchbereich zwei seitliche Einschnitte. Dann wird auf jeweils einer Seite ein anchoring metal im Schambeinknochen befestigt. Dann werden zwei Fäden durch die Vaginalwand hindurch eingesetzt und zu den Einschnitten im Bauchbereich zurückgezogen. Diese werden dann an den Metallstücken am Knochen befestigt. Der Effekt dieser Vorgehensweise besteht darin, dass die Wand der Vagina nach oben gezogen wird und dadurch Harnröhre und Blasenhals wieder in richtige anatomische Position zueinander gebracht werden. Bei einem anderen Operationsverfahren (Burch Operation) wird die vordere Wand der Vagina auf jeder Seite mit drei Stichen an der Knochenhaut der vorderen Beckenknochen fixiert, um so die Harnröhre wieder in ihre normale anatomische Position zu bringen. Wie verläuft die Heilung? Die Behandlung erfolgt ambulant und die Patientinnen werden entlassen, wenn der Urin wieder Klar ist und die Schmerzen abgeklungen sind. Die Patientin sollte in den folgenden Tagen anstrengende Aktivitäten vermeiden. Danach werden spezielle Vaginalstopfen vaginal plugs eingesetzt, um so die Harnröhre zu unterstützen und die Kontinenz wiederherzustellen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
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