| Zystoskopie |
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Unter Zystoskopie versteht man die Einführung eines (flexiblen oder starren) Endoskops durch die Harnröhre in die Harnblase. Die allgemein bekannte Bezeichnung hierfür lautet Blasenspiegelung. Die Zystoskopie wird zur Untersuchung von Harnröhre und Blase eingesetzt. Bei Frauen findet der Eingriff mit lokaler Betäubung statt, bei Männern unter allgemeiner Narkose. Die Zystoskopie ist Bestandteil von jeder endoskopischen Operation der Blase. Die Untersuchung gilt als ambulanter Eingriff. Wer kommt für diesen Eingriff in Frage? Alle Patienten, die unter einer Erkrankung der Blase leiden. Wenn bei Frauen beispielsweise häufige Blasenentzündungen auftreten, Blut im Urin beobachtet wird, Blasensteine auftreten oder der im Abschnitt 2.3.5.3.2 beschriebene Blasenkrebs besteht, ist die Blasenspiegelung angezeigt. Wie läuft der Eingriff ab? Der Patient liegt auf dem Rücken. Beide Beine sind hochgelagert, um die Genitalien leicht erreichbar zu machen. Nach Desinfektion des betreffenden Bereichs wird ein Gleitmittel aufgetragen, das zugleich leicht betäubend wirkt. Bei geeigneten Sicht- und Lichtverhältnissen wird dann das Instrument in die Harnröhre eingeführt. Um die Harnröhre zu öffnen, wird warme Kochsalzlösung appliziert. Dadurch wird die Untersuchung der Harnröhre erleichtert. Bei Frauen werden nun Harnröhre und Blasenhals, Harnleiter-Einmündungen und Blase untersucht. Bei Männern findet darüber hinaus auch eine Untersuchung der Prostata statt. Vor, während oder nach dem Eingriff können zur bakteriologischen Untersuchung Urin entnommen, etwaige Fremdenkörper entfernt oder eine kleine Probe aus der Schleimhaut der Blase entnommen werden. Anschließend wird das Instrument herausgezogen. In der Regel wird kein Katheter angelegt. Ausnahmen sind Fälle, bei denen dies spezifisch erforderlich ist. Die Untersuchung mit Hilfe des flexiblen Zystoskops ist noch einfacher. Sie kann bei beiden Geschlechtern in liegendem Zustand unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden. Hierzu wird kein Operationsraum benötigt. Der Eingriff kann zu diagnostischen Zwecken in der Praxis stattfinden. Häufig gestellte Fragen (FAQ):
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