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Kontakt

Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
Forum Zehlendorf
Teltower Dam 35
D-14169 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 804 90 950
Fax: +49 30 804 90 951
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Zystoskopie
Unter Zystoskopie versteht man die Einführung eines (flexiblen oder starren) Endoskops durch die Harnröhre in die Harnblase. Die allgemein bekannte Bezeichnung hierfür lautet Blasenspiegelung. Die Zystoskopie wird zur Untersuchung von Harnröhre und Blase eingesetzt. Bei Frauen findet der Eingriff mit lokaler Betäubung statt, bei Männern unter allgemeiner Narkose.

Die Zystoskopie ist Bestandteil von jeder endoskopischen Operation der Blase. Die Untersuchung gilt als ambulanter Eingriff.      

Wer kommt für diesen Eingriff in Frage?

Alle Patienten, die unter einer Erkrankung der Blase leiden.
Wenn bei Frauen beispielsweise häufige Blasenentzündungen auftreten, Blut im Urin beobachtet wird, Blasensteine auftreten oder der im Abschnitt 2.3.5.3.2 beschriebene Blasenkrebs besteht, ist die Blasenspiegelung angezeigt.      

Wie läuft der Eingriff ab?

Der Patient liegt auf dem Rücken. Beide Beine sind hochgelagert, um die Genitalien leicht erreichbar zu machen. Nach Desinfektion des betreffenden Bereichs wird ein Gleitmittel aufgetragen, das zugleich leicht betäubend wirkt. Bei geeigneten Sicht- und Lichtverhältnissen wird dann das Instrument in die Harnröhre eingeführt. Um die Harnröhre zu öffnen, wird warme Kochsalzlösung appliziert. Dadurch wird die Untersuchung der Harnröhre erleichtert.

Bei Frauen werden nun Harnröhre und Blasenhals, Harnleiter-Einmündungen und Blase untersucht. Bei Männern findet darüber hinaus auch eine Untersuchung der Prostata statt.
Vor, während oder nach dem Eingriff können zur bakteriologischen Untersuchung Urin entnommen, etwaige Fremdenkörper entfernt oder eine kleine Probe aus der Schleimhaut der Blase entnommen werden.

Anschließend wird das Instrument herausgezogen. In der Regel wird kein Katheter angelegt. Ausnahmen sind Fälle, bei denen dies spezifisch erforderlich ist.

Die Untersuchung mit Hilfe des flexiblen Zystoskops ist noch einfacher. Sie kann bei beiden Geschlechtern in liegendem Zustand unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden. Hierzu wird kein Operationsraum benötigt. Der Eingriff kann zu diagnostischen Zwecken in der Praxis stattfinden.      


Häufig gestellte Fragen (FAQ):

  1. Wird die Blasenspieglung ambulant durchgeführt?

    Ja, wenn das flexible Zystoskop benutzt wird, handelt es sich um einen einfachen Eingriff, der unter Lokalanästhesie ambulant durchgeführt werden kann.

  2. Ist die Untersuchung schmerzhaft?

    Nein, sie ist höchstens etwas unangenehm und leicht gewöhnungsbedürftig. Sie spüren lediglich ein leichten Stich bei der Untersuchung der Vorderwand der Blase.

  3. Welche Beschwerden können nach der Untersuchung auftreten?

    Es werden keine standardmäßigen Beschwerden beobachtet. Gelegentlich treten eine Rotfärbung des Urins, ein Brennen bei der Blasenentleerung, oder ein starker Harndrang auf.
    Solche Beschwerden dauern in der Regel höchstens 1-2 Tage. Bei meiner Untersuchung werden flexible Zystoskope verwendet, so dass Beschwerden äußerst selten auftreten.

  4. Was kann ich vorbeugend gegen Beschwerden tun?

    Sie sollten die Ihnen verschriebenen Antibiotika und Beruhigungsmittel für die Blase über 3 Tage verteilt regelmässig nehmen und danach viel Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten in Form von Wasser.

  5. Welche Komplikationen können bei der Blasenspiegelung auftreten?

    Zu den möglichen Komplikationen zählen Entzündung, Verletzung der Harnröhre oder der Blase, sowie Blutung nach der Untersuchung. Die Verletzungsgefahr ist bei diesem Eingriff allerdings äußerst gering.

  6. Ist Nüchternheit vor der Untersuchung erforderlich?

    Meinen Patienten empfehle ich Nüchternheit vor der Blasenspiegelung.

  7. Muss anschließend ein Katheter angelegt werden?

    Nein. Katheter sind nur erforderlich, wenn viel Blut im Urin auftritt, eine Probe aus die Blase entnommen oder eine Manipulation in die Blase durchgeführt wird.