| Fettabsaugung (Liposuction) |
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Darunter versteht man die Absaugung von Fett unterhalb der Haut aus unterschiedlichen Bereichen des Körpers. Es ist eine Art Körperstyling und nicht geeignet zur Gewichtsreduzierung, die man eher durch Sport und Ernährungsumstellung erreicht. Die Fettabsaugung wird durchgeführt, um bestimmte Körperregionen aneinander anzupassen. Auch Cellulite kann durch Fettabsaugung vermindert werden. Zum ersten Mal wurde die Fettabsaugung in Italien durchgeführt. Danach ist die Methode in Frankreich und in den Vereinigten Staaten von Amerika weiterentwickelt worden. Auch die Anästhesiemethode hat sich von der Routine-Lokalanästhesie hin zur sog. „tumescent local anesthesia“ (Schwellungslokalanästhesie) weiterentwickelt, die man als Vorteil der ambulanten Chirurgie betrachten kann. Unter „tumescent local anesthesia“ versteht man eine neuartige Methode der Lokalanästhesie. Dabei wird die Lösung langsam manuell oder mechanisch durch mehrere kleine Nadeln unter die Haut gespritzt. Dies dient dazu, Schmerzen zu beseitigen, eine mögliche Infektion zu verhindern, einen schmerzfreien Zeitraum nach dem Eingriff zu garantieren und erleichtert außerdem die Fettabsaugung während der Operation. Die Lösung besteht aus Prilocain, einem Betäubungsmittel, aus Cortison, um den lokalen Entzündungsprozess zu bekämpfen, aus Epinephrin, das die kleinen Blutgefäße verengt und dadurch die Wirkung der Betäubung verlängert und aus Bicarbonat, das die Lösung insgesamt weniger schmerzhaft macht. Durch diese Methode wird der Blutverlust während und nach der Operation auf ein Minimum reduziert. Außerdem kann der Patient sehr schnell wieder entlassen werden und bereits 2 Tage nach dem Eingriff wieder seiner Arbeit nachgehen oder sportliche Aktivitäten ausüben.
Wer kommt für diesen Eingriff in Frage? Alle Personen, die eine asymmetrische Fettverteilung ihres Körpers haben. Ideal geeignet ist man mit einem Körpergewicht von ca. 80 kg, wenn die betroffenen Stellen nur klein sind und man über ein gutes Heilungsvermögen und eine gute Hautelastizität verfügt. Wie läuft der Eingriff ab? Der Eingriff wird ambulant ausgeführt. Nach allen Routineuntersuchungen, die der Operationsvorbereitung dienen, wird das Gebiet, in dem die Fettabsaugung durchgeführt werden soll, mit einem wasserfesten Stift gekennzeichnet. Dies macht man, um das Gebiet für die Fettabsaugung und für die Anästhesie genau festzulegen. Dabei steht der Patient. Dann legt er sich auf den Operationstisch und anschließend wird die Lösung durch mehrere kleine Nadeln in die betroffene Stelle gespritzt. Dann wird ein kleiner Schnitt (5-10 mm) unter einer Hautfalte oder im behaarten Bereich gemacht und das Fett im Verlauf von bestimmten Linien abgesaugt. Es sollten nicht mehr, als ein Volumen von 4 Litern auf einmal abgesaugt werden. Wenn nötig, kann der Patient auch ein Beruhigungsmittel erhalten. Anschließend wird der Einschnitt verschlossen und der Patient wird gebeten, aufzustehen, damit der Rest der Flüssigkeit der Schwerkraft folgend über die Wunde abfließen kann. Wenn kaum noch Flüssigkeit abfließt, wird der Bereich verbunden und der Patient erhält ein Korsett, das er für mindestens vier Wochen tragen soll, um dadurch einen Druck auf das Operationsgebiet auszuüben. Die menschliche Haut enthält elastische Fasern. Diese können durch den Eingriff in Mitleidenschaft gezogen werden, so dass in einigen Fällen Nachbesserungen notwendig sind oder in seltenen Fällen sogar Haut entfernt werden muss. Wie andere Operationen hat auch die Fettabsaugung ihre Risiken. Hierbei sind zu erwähnen: Infektion, Blutung, Thrombose, Embolie, Zystenbildung, die Entwicklung harter Hautbereiche, Fettembolie, allergische Reaktionen, Asymmetrie, Taubheitsgefühl oder gesteigertes Empfindungsvermögen der Haut an den betroffenen Stellen, unangenehme Narbenbildung und Schwindelgefühl
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
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