| Die radikale Entfernung der Hoden |
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Hodenkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die vor allem im jungen Erwachsenenalter auftritt. Er tritt als feste Struktur innerhalb des Hodensacks in Erscheinung und wird meist zufällig beim Baden, Duschen oder während einer urologischen Routineuntersuchung entdeckt. Er verursacht keine Schmerzen, nimmt aber innerhalb von Tagen oder Wochen erheblich an Größe zu. Der betroffene Hoden muss umgehend entfernt werden und vom anderen Hoden ist eine Gewebeprobe (Biopsie) zu entnehmen, die dann mikroskopisch untersucht wird. Je nach Zelltyp und Stadium der Erkrankung erfolgt eine unterschiedliche Behandlung. In manchen Fällen erreicht man durch eine abwartende Haltung die gleichen Ergebnisse, wie sie durch eine chirurgische Therapie erreicht werden. Die Absiedlungen (Metastasen) der Hodenkrebszellen gelangen zuerst in die Lymphknoten der großen Venen im Bauchraum (Abdomen). Daher müssen diese Lymphknoten in einer radikalen Operation (radikale abdominale Lymphadenektomie) entfernt werden. Eine sich daran anschließende Chemotherapie (nach Einhorn) kann notwendig sein. Die Therapie hat einen Heilungserfolg von 98%.
Wer kommt für diesen Eingriff in Frage? Patienten, bei denen eine ungewöhnliche und schmerzlose Verhärtung im Hoden festgestellt wurde. Dabei spielt die Größe der Veränderung keine Rolle. Wie läuft der Eingriff ab? Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Im oberen Leistenbereich wird ein Einschnitt gemacht. Mit speziellen Tüchern wird der Bereich abgedeckt. Dann werden die Hodengefäße und der Samenstrang aufgesucht und freipräpariert. Anschließend werden diese Strukturen mit einer besonderen Klemme abgeklemmt und der betroffene Hoden entnommen, untersucht und an einer Stelle eingeschnitten, um durch eine Gewebeprobe eine schnelle pathologische Diagnose zu erhalten (Schnellschnitt). Stellt der Pathologe die Diagnose Hodenkrebs, dann wird der Hoden am Hodenstiel abgetrennt und entnommen. Liegt kein Tumor vor, wird die Klemme wieder gelöst und der Hoden zurück in seine ursprüngliche Lage gebracht. Anschließend wird die Operationswunde wieder sorgfältig verschlossen. Danach wird aus dem anderen Hoden eine kleine Gewebeprobe entnommen (Biopsie), um auszuschließen, dass sich dort ein sogenanntes Oberflächenkarzinom (Carcinoma in situ) gebildet haben könnte. Anschließend wird dort ebenfalls die Operationswunde Schicht für Schicht verschlossen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
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