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Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
Forum Zehlendorf
Teltower Dam 35
D-14169 Berlin
Deutschland

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Fax: +49 30 804 90 951
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Niere
Nierenkrebs
Nierenkrebs, in der Fachsprache auch Nierenzellkarzinom oder Nierenparenchymkarzinom genannt, ist eine Art Krebs, der auch als solider Krebs bezeichnet wird. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen. Das hierfür mitverantwortliche Chromosom konnte bereits identifiziert werden. Weitere Faktoren, die als ursächlich angesehen werden können, sind Chemikalien, die in einigen Teilen der Erde häufiger vorkommen, in anderen seltener.

Die Erkrankung unterscheidet sich durch unterschiedliche Zelltypen. Sie ist anfänglich auf ein kleines Gebiet innerhalb der Nieren begrenzt und verursacht in diesem Stadium noch keine Symptome. Nimmt das Wachstum dann zu, so kommt es zu alarmierenden Krankheitszeichen. Werden diese dann bemerkt, so ist die Erkrankung aber bereits weit fortgeschritten.

Die erwähnten Symptome äußern sich dann meist in einer Vergrößerung der betroffenen Seite und Schmerzen in dieser. Weitere Krankheitszeichen können blutiger Urin und manchmal auch blutiges Sputum (Auswurf beim Husten) sein. Das letztgenannte Krankheitszeichen ist sehr ernstzunehmen, da es ein Übergreifen der Erkrankung auf die Lunge andeutet. Dann ist eine einmal jährlich stattfindende urologische Untersuchung sehr wichtig, um die Erkrankung in einem frühen Stadium zu erkennen. Hierbei kann die Erkrankung per Ultraschall leicht diagnostiziert und anschließend gut therapiert werden. Einige bösartige Zellen des Nierenzellkarzinoms gelangen über das Blut in Lunge, Leber und Knochen.

Die Erkrankung unterteilt sich in vier Stadien. Im frühen Krankheitsstadium besteht die Therapie im Entfernen der betroffenen Niere. Im späten Stadium erfolgt eine Behandlung mit Interfon, durch Immuntherapie oder durch Gentherapie.      



Nierenkrebs
Der Tumor befindet sich im Inneren der Niere,
könnte jedoch nach Außen wachsen.


Wer kommt für diesen Eingriff in Frage?

Für Patienten, die in gutem Allgemeinzustand sind und bei denen die Erkrankung noch in einem frühen Stadium ist. Das bedeutet, sie ist auf die Niere begrenzt und es sind noch keine Lymphknoten betroffen.      

Wie läuft der Eingriff ab?

Es erfolgt ein Einschnitt auf der betroffenen Seite unterhalb des Brustkorbs. Dann wird das Bauchfell (Peritoneum) eröffnet. An den Organen der Bauchhöhle vorbei, diese werden vorübergehend sorgfältig beiseite gelegt, gelangt man zur Niere, die zusammen mit Harnleiter, Vene und Arterie präzise dargestellt wird. Dann wird die Nierenarterie abgeklemmt, zwischen zwei Klemmen durchschnitten und aus Sicherheitsgründen doppelt unterbunden. Man versichert sich anschließend, dass wirklich nur eine oder zwei Nierenarterien vorhanden sind.

Dann wird die Nierenvene untersucht, um sicher zu gehen, dass sich darin keine Ansiedlungen (Metastasen) der Krebszellen befinden. Sie wird dann ebenfalls abgeklemmt, zwischen zwei Klemmen vorsichtig durchschnitten und doppelt unterbunden. Auf ähnliche Art wird der Harnleiter unterbunden. Dann wird die Niere entfernt. Man muss auch eine kleine Drüse oberhalb der Niere (Nebenniere), die mit der Niere durch eine Arterie verbunden ist, beachten. Sie wird dann ebenfalls nach Sicherung ihrer Blutgefäße entfernt.

Außerdem entfernt man noch ein oder zwei Lymphknoten, um das Stadium der Erkrankung pathologisch festlegen zu können. Anschließend werden die Bauchorgane der Reihenfolge nach wieder in die Bauchhöhle gelegt und die Operationswunde dann Schicht für Schicht wieder verschlossen.      


Schnittführung



Häufig gestellte Fragen (FAQ):


  1. Wie entwickelt sich Nierenzellkrebs?

    Nierenzellkrebs wird als sogenannter solider Krebs bezeichnet. Ursache und Verhalten sind sehr ähnlich wie bei Brustkrebs. Er entwickelt sich als Folge genetischer Veränderungen, die die Zellen ähnlich einer Überaktivität hin zu Krebszellen verändern.

  2. Kann man die Erkrankung in Stadien einteilen?

    Ja, es gibt 4 Stadien, die sich hinsichtlich der Behandlungsmodalitäten unterscheiden.

  3. Gibt es eine Behandlung?

    Beste Chancen bestehen, wenn die Erkrankung in einem sehr frühen Stadium entdeckt wird. Dann sollte die Niere auf jeden Fall entfernt werden und der Patient sich einer strikten urologischen Nachsorge unterziehen. Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten, so erfolgt die Behandlung mit Interferon. Sind schon Auswirkungen in der Lunge auszumachen, dann spricht man vom Spätstadium.

  4. Wie hoch ist die Lebenserwartung?

    Darüber gibt es wissenschaftliche Untersuchungen. Die 5-Jahres-Überlebensrate ist im Frühstadium hoch, abhängig davon, ob das Organ nach Diagnosestellung rasch entfernt wurde und wie konsequent die Nachsorge erfolgt.

  5. Wie ist die Lebensqualität nach erfolgter Operation einzuschätzen?

    Der Zweck der Operation ist die Entfernung der Niere. Das bedeutet die Entfernung der aggressiven und konsumierenden Zellen. Abhängig vom Allgemeinzustand ist es möglich, nach ca. 6 Monaten wieder berufstätig zu sein. Innerhalb eines Jahres nach erfolgter Operation kann man wieder von annähernd normaler Lebensqualität sprechen. Ist der Krankheitsprozess bereits fortgeschritten, so kann man davon ausgehen, dass mit Einbußen der Lebensqualität zu rechnen ist.

  6. Kann man Nierenzellkrebs mit Chemotherapie behandeln?

    Nein, im fortgeschrittenen Stadium erfolgt die Behandlung mit Interferon, mittels Gentherapie oder Immuntherapie.

  7. Wie hoch ist die Lebenserwartung, wenn Lunge oder Leber betroffen sind?

    In diesem Stadium ist die Lebenserwartung eingeschränkt. Dann erfolgt eine Behandlung in erster Linie, um die Lebensqualität so weit wie möglich aufrecht zu erhalten.

  8. Wie lange sollte man nach erfolgter Operation im Krankenhaus bleiben?

    Bis zum Abschluss der Wundheilung sind ca. 10 Tage Krankenhausaufenthalt erforderlich.