| Nephrostomie |
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Entsteht im Harntrakt ein Druck auf die Niere, so erweitert sie sich. Dieser Druck beeinflußt die Nierenfunktion und reduziert ihre Kapazität. Die Ursache hierfür besteht in einer Blockade des Harnleiters durch einen Stein oder Tumor, einer Verengung (Stenose) des Harnleiters an dessen Verbindung mit dem Sammelsystem der Niere (Nierenbecken) oder wenn der Harnleiter aus welchem Grund auch immer komprimiert wird. Damit die Nierenfunktion nicht zerstört wird, ist es wichtig, den Druck zu beseitigen. Das erreicht man, indem man durch die Haut hindurch ein Röhrchen in den geweiteten Teil der Niere einlegt (Nephrostomie), so dass auf diese Weise ein Abfluß gewährt ist und und die Niere von dem auf ihr lastenden Druck befreit werden kann. Die Nephrostomie kann aus diagnostischen Gründen, um z.B. das Sammelsystem der Niere mittels einer Röntgenuntersuchung und Kontrastmittel sichtbar zu machen oder um den Druck innerhalb des Sammelsystems zu messen. Man setzt die Nephrostomie auch ein, um direkt an einen Stein innerhalb der Niere gelangen zu können und diesen dann zu zerstören oder zu entfernen.
Wer kommt für diesen Eingriff in Frage? Patienten mit Nierensteinen oder einem Verschluß des Harnleiters, wodurch es zur Erweiterung der Niere kommt. Wie läuft der Eingriff ab? Der Patient liegt auf dem Bauch. Das erweiterte Gebiet der Niere wird dann mittels Ultraschall bestimmt. Dann wird die betroffene Körperseite desinfiziert und der betreffende Bereich durch Lokalanästhetika betäubt. Mit einer speziellen Nadel gelangt man dann unter Ultraschallkontrolle über einen Zugang, der im Durchmesser ca. 3 mm betragt, durch die Haut hindurch bis zum erweiterten Bereich. Tritt dann Flüssigkeit aus, wird Kontrastmittel eingespritzt, um sich davon zu überzeugen, dass die Nadel auch im richtigen Gebiet liegt. Dann wird der zentrale Teil der Nadel entfernt und ein Führungsdraht eingeführt, um den Zugangsweg abzusichern. Anschließend wird das Abflußgebiet mittels Teflon Kathetern über den Führungsdraht geweitet Der Nephrostomiekatheter wird dann an die richtige Stelle plaziert und ein Fiexierballon, der ihn an der richtigen Stelle hält, wird mit Kochsalzflüssigkeit gefüllt. An der Haut wird er auch mit einer kleinen Naht befestigt. Dann wird ein Verband angebracht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
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