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Kontakt

Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
Forum Zehlendorf
Teltower Dam 35
D-14169 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 804 90 950
Fax: +49 30 804 90 951
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Biopsie
Die Prostata ist eine Drüse, die von verschiedenen Erkrankungen befallen sein kann. Die häufigsten und somit wichtigsten sind eine chronische Entzündung, die vor allem jüngere Männer betrifft und Prostatakrebs, der vor allem bei älteren Männern auftritt. Beide führen zu einer Verhärtung der Prostata. Auch die eher selten vorkommende Bildung von Steinen innerhalb der Prostata kann das Gefühl entstehen lassen, die Prostata sei hart. Es ist sehr wichtig, jede Verhärtung der Prostata genau zu untersuchen, um so eine Krebserkrankung ausschließen zu können.

Das Prostata spezifische Antigen (PSA) ist bei Prostatakrebs in einer erhöhten Konzentration nachweisbar. Es kann aber auch erhöht sein, ohne dass eine Krebserkrankung vorliegt. Daher sollte bei jeder PSA-Erhöhung eine Biopsie (Probeentnahme) erfolgen.      



Ttransrektaler Ultraschall der Prostata
a = Drüse als weiße Linie
b = gleichmäßiger Drüseninhalt



Anatomie der Prostata
a = Blase / b = Blasenhals
c = Rechte Prostatalappen / d = Linke Prostatalappen
e = Samenhügel / f = Harnröhre
g = Kapsel der Prostata / h = Nerven und Gefäße der Prostata
i = Schließmuskel (Außenventil)


Prostatakrebs
1 = Krebsareal ist auf die Kapsel beschränkt (Frühstadium)
2 = Krebsareal ragt aus der Kapsel heraus (Fortgeschritten)
3 = Krebsareal in der Drüse verstreut (Zufallbefund)




Wer kommt für diesen Eingriff in Frage?

Vor allem ältere Männer, bei denen während einer rektalen urologischen Untersuchung in der Prostatakapsel ein harter Knoten festgestellt wurde. Diese Verhärtung kann mit Hilfe des Ultraschalls untersucht werden und zeigt dort eine hyporeflexive Struktur, das bedeutet, der Schall wird nur wenig reflektiert und führt so zu einer geringradigen Schwärzung des entsprechenden Gebiets auf dem Bildschirm.      

Wie läuft der Eingriff ab?

Der Patient liegt mit aufgestützten und angehobenen Beinen auf dem Rücken. Die Prostata wird rektal mit dem Finger und dem Ultraschallgerät untersucht. Dann werden Prostata und Umgebung mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Nun wird mit Hilfe des Ultraschallgeräts unter Sichtkontrolle eine spezielle Nadel in die Prostata eingebracht und anschließend werden mit einem speziellen Gerät nach einem bestimmten Plan sechs Biopsien entnommen. Danach wird die Wunde verbunden.      



Transrektale Biopsie der Prostata
a = die Nadel ist ins Prostatainnere eingedrungen um eine Probe unter Ultraschallkontrolle zu entnehmen



Häufig gestellte Fragen (FAQ):

  1. Bedeutet eine Verhärtung innerhalb der Prostata immer Krebs?

    Nein, die Ursache hierfür kann auch ein Prostatastein oder eine lang andauernde Infektion der Prostatadrüse (chronische Prostatitis) sein.

  2. Kann ein Urologe durch eine digitale rektale Untersuchung die unterschiedlichen Ursachen für die Verhärtung erkennen?

    Ja, aber es gibt auch Fälle, bei denen dies schwierig ist.

  3. Ist die Untersuchung schmerzhaft?

    Nein, denn sie wird unter Lokalanästhesie durchgeführt.

  4. Warum ist es wichtig, eine Biopsie zu entnehmen?

    Das ist sehr wichtig, um eine Krebserkrankung auszuschließen, bzw. um im Falle einer Krebserkrankung die betroffenen Zellen genau bestimmen zu können, denn diese geben wichtige Hinweise, ob es sich um einen aggressiven Krankheitsverlauf handelt.

  5. Muss man nach dem Eingriff mit Komplikationen rechnen?

    Manchmal kann es vorkommen, dass man während der Biopsie eine Art Pieken spürt. Häufig kommt es auch zu einer Blutung aus der Harnröhre, diese hört aber nach einigen Stunden wieder auf. Auch kann es zu einer Infektion kommen, diese lässt sich aber durch die prophylaktische Gabe von Antibiotika verhindern.

  6. Wie soll man sich nach der Biopsie verhalten?

    Man soll viel Wasser trinken. Auch sollte beim Auftreten von Schmerzen, Fieber, Krämpfen oder Kopfschmerzen sofort der Urologe benachrichtigt werden.

  7. Was soll man tun, wenn man merkt, dass Blut im Stuhl ist?

    Das passiert sehr selten. Wenn man das feststellt, sollte man nur leichte Nahrung zu sich nehmen. Nach ein bis zwei Tagen hört das meist auf.