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Kontakt

Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
Forum Zehlendorf
Teltower Dam 35
D-14169 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 804 90 950
Fax: +49 30 804 90 951
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Die Koagulation der Prostata mit dem Laser
Der Laser ist ein sicheres aber auch ein gefährliches Werkzeug, der, um gefahrlos angewendet zu werden, einer speziellen Erfahrung bedarf. Die Koagulation oder Erhitzung des Gewebes führt zu dessen Schrumpfung, bzw. zur Verkleinerung der Prostata ohne dabei die Schleimhautmembran der Harnröhre zu verletzen. Das erlaubt eine sanfte Heilung und rasche Erholung und vermeidet die Risiken einer Operation.

Die Prostata ist die auf der Muskulatur des Beckenbodens aufliegende männliche Drüse unterhalb des Blasenhalses. Sie umgibt einen Teil der Harnröhre und besteht aus zwei seitlichen und einem mittleren Lappen, sowie dem sogenannten Samenhügel. Der Samenhügel ist ein kleiner rundlicher Teil am spitz zulaufenden distalen Teil der Prostata. Dort tritt das Sperma während der Ejakulation aus. Dieser Teil wird während einer Operation als die unterste Grenze der Prostata betrachtet.

Die Prostata hat den größten Anteil an der Sekretion des Spermas und wird wesentlich durch das männliche Hormon Testosteron beeinflußt. Im Verlauf des Lebens vergrößert sich die Prostata und kann dadurch Schwierigkeiten beim Wasserlassen verursachen. Was letztlich zur Vergrößerung führt, ist noch nicht ganz geklärt. Die Therapie erfolgt gewöhnlich medikamentös oder chirurgisch.     

Wer kommt für diesen Eingriff in Frage?

Patienten, die nicht von einer medikamentösen Behandlung profitieren oder an Symptomen wie Abschwächung des Urinstrahls, Nachtröpfeln, oder gegebenenfalls sogar vollständigem Versiegen des Harnstrahls leiden. Auch Symptome wie z.B. der starke Drang, die Blase entleeren zu müssen, Brennen beim Wasserlassen oder unruhiger Schlaf können auch als Hinweise dienen, die eine mögliche Laserkoagulation der Prostata erforderlich machen.

Auch können Patienten, die sich Operationsrisiken wie z.B. Blutung, Inkontinenz oder einer Verengung der Harnröhre nicht aussetzen möchten, von diesem Eingriff profitieren.     

Wie läuft der Eingriff ab?

Der Patient liegt mit gebeugten Beinen auf dem Rücken. Unter Lokalanästhesie wird ein spezieller Katheter durch die Bauchdecke in die Blase eingeführt. Die Entleerung der Blase erfolgt im Anschluss an die Operation solange über diesen Katheter, bis die Prostata auf das gewünschte Volumen verringert ist, ein ausreichender Harnstrahl erfolgen kann und die Wunde vollständig geheilt ist. Harnröhre und Blase werden mit einem Zystoskop untersucht. Dann wird die Prostata mit dem Laser bis zu einer Tiefe von 1 – 1,5 cm koaguliert. Da die Durchblutung der Prostata unterbrochen wird, kommt es nicht zu einem großen Blutverlust.

Zwei Stunden nach dem Eingriff wird der Patient nach Hause entlassen. Eine Woche später wird die Prostata dann endoskopisch entfernt. Dazu bleibt der Patient dann nochmals für einige Stunden, bzw. für eine Nacht im Krankenhaus.     

Wie verläuft die Heilung?

Nach dem Eingriff werden die Patienten entlassen, um dann ambulant weiterbehandelt zu werden. Der durch die Bauchwand verlaufende Katheter (suprapubischer Katheter) bleibt normalerweise solange bestehen, bis der Patient wieder spontan Wasser lassen kann. Er wird unter der Kleidung angebracht, so daß er den Patienten in keinster Weise behindert. Wenn der Patient dann wieder spontan Wasser lassen kann, wird der Katheter entfernt.     


Häufig gestellte Fragen (FAQ):     

  1. Erfordert der Eingriff eine Anästhesie?

    Ja, ich führe den Eingriff unter Lokalanästhesie oder leichter Narkose durch.

  2. Was versteht man unter einem suprapubischen Katheter?

    Das ist eine Form der Urinableitung von vorübergehender Dauer. Der Katheter wird durch die Bauchwand hindurch in die Blase eingeführt. Diese Methode gilt als die sicherste und sauberste.

  3. Wie funktioniert der Laser?

    Dabei wird Lichtenergie in Hitze umgewandelt. Die Hitze koaguliert so das Gewebe, das dadurch zerstört wird.

  4. Tritt der Effekt der Operation sofort ein?

    Nein, bis zur vollständigen Heilung vergeht ca. eine Woche. Deshalb verwende ich auch solange, bis wieder eine normale Blasenentleerung möglich ist, einen suprapubischen Katheter.

  5. Bedeutet das, daß die Prostata erhalten bleibt?

    Nein, in den meisten Fällen wird die Prostata koaguliert und ohne Blutverlust entfernt, um die Heilung zu verbessern.

  6. Kann ich nach der Laserkoagulation nicht einen durch die Harnröhre verlaufenden Katheter benutzen?

    Nein, ich verwende ausschließlich einen suprapubischen Katheter. Ein durch die Harnröhre verlaufender Katheter wird manchmal nach chirurgischer Entfernung der Prostata verwendet.

  7. Kann es durch die Laserkoagulation zur Inkontinenz kommen?

    Nein, bei richtiger Anwendung entstehen keinerlei Komplikationen. Eine Verletzung des Harnröhrenschließmuskels (Sphincter) kann nur dann passieren, wenn der Schließmuskel direkt koaguliert wird.