| Die Thermotherapie der Prostata |
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Die Hauptsäulen dieses Verfahrens, das erstmals in den 90er Jahren praktiziert wurde, sind die technische und computergesteuerte Biomedizin. Da es sich hierbei um eine sehr konservative Herangehensweise handelt, die außerdem noch ambulant durchgeführt wird, erfreut sie sich immer größeren Zuspruchs, vor allem bei älteren Patienten. Diese Therapie wird auch zur Schmerzlinderung bei chronischer Entzündung der Prostata (chronische Prostatitis) angewendet. Die Prostata ist die auf der Muskulatur des Beckenbodens aufliegende männliche Drüse unterhalb des Blasenhalses. Sie umgibt einen Teil der Harnröhre und besteht aus zwei seitlichen und einem mittleren Lappen, sowie dem sogenannten Samenhügel. Der Samenhügel ist ein kleiner rundlicher Teil am spitz zulaufenden distalen Teil der Prostata. Dort tritt das Sperma während der Ejakulation aus. Dieser Teil wird während einer Operation als die unterste Grenze der Prostata betrachtet. Die Prostata hat den größten Anteil an der Sekretion des Spermas und wird wesentlich durch das männliche Hormon Testosteron beeinflusst. Im Verlauf des Lebens vergrößert sich die Prostata und kann dadurch Schwierigkeiten beim Wasserlassen verursachen. Was letztlich zur Vergrößerung führt, ist noch nicht ganz geklärt. Die Therapie erfolgt gewöhnlich medikamentös oder chirurgisch. Die Prostata kann chronisch infiziert sein, man spricht dann von einer chronischen Prostatitis. Diese Erkrankung betrifft vor allem junge Männer im zeugungsfähigen Alter.
Wer kommt für diesen Eingriff in Frage? Patienten, denen eine medikamentöse Behandlung keine Linderung ihrer Symptome bringt oder die unter unangenehmen Beschwerden, wie z. B. dem Drang, die Blase entleeren zu müssen, Brennen beim Wasserlassen oder Schlafstörungen leiden, sollten mit einer der nicht invasiven Methoden operiert werden, hierzu eignen sich besonders die Thermotherapie oder die Laserkoagulation. Auch Patienten, die sich wegen Risikofaktoren wie Blutung, Inkontinenz oder Harnröhrenstriktur nicht einer Operation unterziehen möchten, können von der Thermotherapie profitieren. Patienten mit chronischer Prostatitis, die auf eine medikamentöse Therapie nicht ansprechen, profitieren ebenfalls von der Thermotherapie, da die erhöhte Temperatur die Durchblutung fördert, zum Abtransport der störenden Substanzen beiträgt und zu einer besseren Anreicherung und Verteilung der Medikamente führt. Die Beschwerden können dadurch erheblich gelindert werden. Wie läuft der Eingriff ab? Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass sie keine Operation darstellt und dass sie ambulant durchgeführt werden kann. Außerdem kann sie ohne Blutverlust, Transfusionen und Narkose durchgeführt werden. Es gibt auch nicht das Risiko einer HIV Infektion. Der Patient liegt im Bett und wird per Ultraschall überwacht. Dann wird ein Katheter in die Prostata eingeführt, über den Wärme an die Prostata geleitet, bzw. die Harnröhre gekühlt werden kann. Im Enddarm wird ein anderes Instrument angebracht, über das automatisch die Temperatur in der Umgebung der Prostata gemessen werden kann, um so den Patienten vor thermischen Schäden schützen zu können. Das gesamte Verfahren wird computergesteuert überwacht und dauert etwa eine Stunde. Wie verläuft die Heilung? Die Prostata nimmt innerhalb weniger Wochen an Größe ab und lindert dadurch die Beschwerden. Der Patient verspürt danach für einen langen Zeitraum Erleichterung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ):
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