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Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
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Vollnarkose für Erwachsene

Vollnarkose, Masknarkose

Bei ambulanten chirurgischen Eingriffen wird als Vollnarkose meist die sogenannte Larynx (Kehlkopf)-Masken-Anästhesie gewählt. Sie hat sich als sichere Methode erwiesen und ermöglicht Operationen, die bis zu 4 Stunden andauern können. Außerdem ist sie leicht anzuwenden und wird von den Patienten gut toleriert. Ihr geht eine leichte Sedierung in Kombination mit der intravenösen Verabreichung eines Schmerzmittels und eines Schlafmittels voraus. Daraufhin erfolgt die Einleitung des Narkosegases über einen Schlauch, der mit einer den Kehlkopf bedeckenden Maske verbunden ist. Das Narkosegas wirkt generell auf das Nervensystem und beeinflußt hemment dessen Funktionen. Der Patient darf mindestens 6 Stunden vor der Narkose nichts mehr gegessen haben. Er darf auch bis 24 Stunden nach Ende der Narkose keinen geschäftlichen Aktivität aufnehmen. Deswegen sollte er auch zur Operation von einer anderen Person begleitet werden.

Für wen kommt die Maskenbeatmung in Frage?

Für all die Patienten, die sich einer Operation unterziehen, die länger als eine Stunde dauert und für all diejenigen, die unabhängig von der Dauer der Operation, ein Operation in tieferen Körperregionen bekommen . Sie ist auch besonders für ängstliche Patienten geeignet. Bei Kindern stellt sie unabhängig von der Art des Eingriffs die Methode der Wahl dar.

Wie läuft die Narkose ab?

Etwa eine Stunde vor Operationsbeginn erhält der Patient ein Beruhigungsmittel (Sedativum), das ihn beruhigt. Danach erhält er einen venösen Zugang, über den die intravenöse Gabe von Medikamenten und von Flüssigkeit erfolgen kann. Anschließend erfolgt die intravenöse Gabe eines Schlaf- und eines Schmerzmittels. Dann wird der Mund geöffnet und die Narkosemaske eingesetzt, die den Kehlkopf bedeckt. Die Kanten der Tubus sind mit Luft gefüllt, damit sie sich genau der Öffnung des Kehlkopfes anpassen können. Das unterstützt die Gabe des Narkosemittels optimal und schützt vor der Gefahr, dass durch plötzliches Erbrechen Nahrung in die Lungen gelangen kann. Anschließend wird der Schlauch der Maske mit dem Narkosegerät, das auf die erforderliche Narkosedosis eingestellt ist, verbunden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

1. Ist es für eine schnelle Erholung nicht besser, wenn die Operation unter Lokalanästhesie erfolgt?

Nein, denn die Länge der Operation bestimmt die Narkoseart. Die Erholung von der Maskennarkose verläuft gewöhnlich schnell und sanft. Der Patient kann meist schon nach zwei Stunden nach Hause entlassen werden.

2. Können bei der Maskennarkose Komplikationen auftreten?

Es kann zur Rückkehr von Nahrung in den Kehlkopf kommen. Das läßt sich aber dadurch vermieden, dass der Patient bei der Operation nüchtern ist. Außerdem kann es nach der Operation zum Auftreten von z.B. Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl, Gefühlsstörungen (Parästhesie), Halsschmerzen, vorübergehenden kurzzeitigen Veränderungen der Stimme oder für die Dauer von einigen Tagen auch zu Schluckbeschwerden kommen.

3. Worin bestehen die Vorteile der Maskennarkose?

Sie gestattet die Durchführung einer längeren Operation mit gleichzeitiger Muskelrelaxation (Muskelentspannung). Die Erholung ist sanft und es kommt zu einer postoperativen Amnesie, das bedeutet, der Patient kann sich nicht mehr daran erinnern, was vor und unmittelbar nach Beginn der Narkose geschah.

4. Kann man die Maskennarkose als die optimale Narkosemethode für Kinder betrachten?

Kinder sind von Natur aus in Bezug auf Operationen ängstlich und nicht einfach zur Zusammenarbeit zu bewegen. Daher ist es empfehlenswert, sie in Vollnarkose zu operieren. Sie können so in entspanntem Zustand operiert werden und darüber hinaus vermeidet man ein durch die Narkose oder die Operation bedingtes mögliches psychischesTrauma.

5. In welchem Zeitabstand nach der Narkose kann ich meine Aktivitäten wieder aufnehmen?

Es wird dringend empfohlen, damit bis 24 Stunden nach dem Ende der Narkose zu warten. Eine Vollnarkose beeinträchtigt sie psychisch und mental. Sie sind unmittelbar nach einer Narkose nicht in der Lage, selbstverantwortlich Entscheidungen zu treffen.

6. Wann kann ich wieder etwas essen?

Wenn Ihre Reflexe und Reaktionen wieder normal sind, können Sie eine Stunde nach der Narkose wieder ein leichtes warmes Getränk ohne Kohlensäure wie z.B. Tee oder Wasser zu sich nehmen. Die Entscheidung hierzu trifft ein Anästhesist oder eine erfahrene Krankenschwester. Dann können Sie auch wieder leichte Nahrung wie z.B. Suppe oder Kekse zu sich nehmen. Sie sollten aber für die nächsten 24 Stunden keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen.

7. Was sollte ich tun, wenn mir schlecht ist oder ich Kopfschmerzen habe?

Dann sollten Sie flach oder in Halbseitenlage im Bett liegen bleiben und eine Tablette Paracetamol mit etwas Wasser einnehmen, möglichst nach vorheriger Einnahme von etwas Suppe.

8. Bekomme ich Halsschmerzen?

Sollten Sie Halsschmerzen bekommen, so kann man Ihnen ein Spray geben, das die Halsschmerzen verschwinden läßt.