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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  1. Was versteht man unter ambulanter Chirurgie?

    Es handelt sich dabei um eine kurze Operation, die einen hohen Sicherheitsstandard erfordert. Sie wird vor allem bei minimal invasiven Eingriffen und dann, wenn von den betreffenden Körperpartien eine schnelle Heilung zu erwarten ist., durchgeführt

  2. Wie sehen die Sicherheitsmaßnahmen aus, die eine risikolose Operation ermöglichen?

    1. Der Patient muß gut über die Operation, deren Ursachen und Auswirkungen informiert sein. Das ermöglicht es ihm, seinen Körper und die Erkrankung zu verstehen und die ihm zugedachte Rolle, die für eine erfolgreiche Operation notwendig ist, einzunehmen.

    2. Zum Ausschluß von schweren Erkrankungen müssen vor der Operation Laboruntersuchungen, sowie kardiologische und radiologische Untersuchungen erfolgen.

    3. Eine internistische Untersuchung und die genaue Untersuchung der Lunge vor der Narkose ermöglichen eine schonende Anästhesie und Erholung nach der Operation.

    4. Die Wahl der Anästhesie richtet sich nach Art der Operation und ermöglicht eine schmerzlose Operation. Sie wird so leicht und schonend wie möglich durchgeführt, damit der Patient schnell wieder bei Bewußtsein ist.

    5. Unmittelbar im Anschluß an die Operation erfolgt die pflegerische Betreuung auf der Aufwachstation.

    6. Vor Entlassung wird der Patient nochmals vom Anästhesisten und vom Chirurgen untersucht.

    7. Der enge Kontakt zwischen Patient und Operateur gestattet eine sich direkt an die Operation anschließende Betreuung.

    8. Das schnelle Wiederaufstehen des Patienten ermöglicht dessen Mobilität und vermindert die Gefahr einer Thrombose, darüber hinaus werden Lungenfunktion und Muskelaktivität des Patienten gefördert.

  3. Warum muß man bei einer Operation nüchtern sein?

    Durch Anästhesie und manchmal auch durch bestimmte Operationen kann ein Brechreflex ausgelöst werden. Dabei besteht das erhöhte Risiko, dass der Mageninhalt oder Teile der Nahrung in die Lunge gelangen (Aspiration). Dies kann zum Entstehen einer Lungenentzündung führen, die in schweren Fällen tödlich enden kann. Ist der Patient nüchtern, läßt sich dieses Risiko leicht vermeiden. Seien Sie auch darauf hingewiesen, dass das Kauen von Kaugummi zu gesteigerter Speichelsekretion führt.

  4. Warum muß der Operationsbereich vor der Operation rasiert werden?

    Haare können bei der anschließenden Heilung stören, außerdem erhöhen sie die Infektionsgefahr.

  5. Wie wichtig sind Laboruntersuchungen des Blutes vor der Operation?

    Die Funktionstests der Leber erlauben eine Aussage über deren Funktion. Die Leber ist das Organ, das die Narkosemittel und die Medikamente, die bei und nach der Operation gegeben werden, verstoffwechselt. Über die Nieren werden die Medikamente ausgeschieden, deshalb wird auch deren Funktion untersucht. Die Leber ist das Organ das die Medikamente und Anästhesie vor, während und nach der Operation verarbeitet, deshalb ist die optimale Funktionalität der Leber sehr wichtig. Gleichfalls können nur gesunde Nieren die Abbauprodukte der Medikament nach deren Wirkung aus der Blutbahn filtern.

    Auch sind die chemischen Reaktion des Körpers vom Mineralgehalt im Blutserum abhängig. Ebenso muss man sich von einem normalen Blutzuckergehalt überzeugen. Ein hoher Blutzuckergehalt erschwert die Wundheilung und erleichtert das Entstehen von Infektionen.

  6. Ist es wichtig, die Lungen röntgen zu lassen?

    Wenn der Patient Raucher ist oder älter als vierzig, besteht die Möglichkeit einer eingeschränkten Lungenfunktion und Kapazität. Durch eine Röntgenuntersuchung kann das festgestellt werden. Der zusätzlich durchgeführte Lungen-Funktion-Test gibt darüber hinaus nähere Auskünfte über den Zustand des Atmungssystems. Die Lunge ist sehr wichtig für den Gasaustausch während der Narkose.

  7. Ist ein EKG (Elektro-Kardio-Gramm) ebenfalls wichtig?

    Ja, denn Sie erhalten Medikamente, die auf das vegetative Nervensystem wirken und diese können, wenn Ihr Herz nicht gesund ist, während der Narkose das Entstehen einer Arrhythmie begünstigen. Durch eine EKG Untersuchung läßt sich das feststellen.

  8. Warum muß man vor einer Operation genügend geschlafen haben?

    Der Körper schüttet unter Stressbelastung durch zuwenig Schlaf oder lange Reisen vermehrt Adrenalin aus, was sich negativ auf die Operation auswirken kann. Daher sollte der Patient vor einer Operation genügend Schlaf haben. Während des Schlafes während den Tagesstreß, nach einer langen Anreise oder zu kurzen Schlaf Adrenalin aus was eine negative Auswirkung auf die Operation haben kann. Während des Schlafs erholt sich der Körper und man ist am nächsten Tag konzentrierter.

  9. Warum ist eine Urinuntersuchung vor der Operation notwendig?

    Urin kann eine mögliche Ursache einer postoperativen Wundinfektion sein. Durch diese einfach durchzuführende Urinuntersuchung läßt sich der Urin vor der Operation von Bakterien befreien, schützt dadurch vor einer Wundinfektion und trägt so zu einer schonenden Heilung bei.

  10. Darf der Patient die Einwilligung des Anästhesisten und Chirurgen unmittelbar vor der Operation unterschreiben?

    Nein, denn zwischen Einwilligung und Beginn der Operation soll mindestens ein Zeitraum von 24 Stunden liegen, so dass der Patient nicht unter Streß oder unter der Einwirkung von Beruhigungsmitteln steht.

  11. Warum sollten vor der Operation Abführmittel eingenommen werden?

    Der leere Darm entspannt die Bauchmuskulatur und vereinfacht dadurch die Operation. Außerdem erleichtert ein weicher Bauch nach der Operation die Atembewegungen.

  12. Warum machen eine einfache Erkältung oder eine Atemwegsinfektion die Verschiebung der Operation erforderlich?

    Sie können die Wundheilung verzögern und zu Schmerzen beim Husten führen. Husten erhöht den Druck im Bauchraum und kann dadurch einen Bruch (Hernie) hervorrufen.

  13. Stellen Kosmetika und Make-up eine Gefahr für die Operation dar?

    Ja, denn Body-Lotions können die Aufnahme von Salben durch die Haut behindern. Wird das Gesicht damit behandelt, so besteht die Gefahr, daß die Gesichtshaut sehr glatt wird und dem Anästhesisten bei Manipulationen im Bereich des Mundes dadurch Schwierigkeiten bereiten kann.

  14. Ist es ratsam, vor der Operation Schmerzmittel einzunehmen?

    Nein, denn Schmerzmittel können die Wirkung der Narkosemittel beeinträchtigen.

  15. Kann der Patient nach der Operation auf der Seite liegend schlafen?

    Nein, das ist nicht empfehlenswert. Die Rückenlage ermöglicht eine bessere Atmung und vermeidet unnötigen Druck auf die Operationswunde. Andere Liegeposition richten sich nach der betroffenen Körperseite und dem Körperbau.

  16. Kann der Patient unmittelbar nach der Operation nach Hause gehen?

    Patienten, die nicht in der Nähe der Klinik wohnen, wird geraten, möglichst in der Nähe des Operationszentrums zu bleiben, da der sich unmittelbar an die Operatiaon anschließende Zeitraum von hoher Bedeutung ist. Hier können akute Komplikationen auftreten, die eine umgehende Behandlung erforderlich machen können.

  17. Welche Zeichen deuten auf eine Infektion hin und benötigen eine sofortige Behandlung?

    Dazu zählen ein unangenehmes Kribbeln im Bereich der Wunde, eine Rötung der umliegenden Haut, eine Schwellung des Organs, Temperaturanstieg, generelles Unwohlsein und ein Nässen der Wunde.

  18. Welche Anzeichen deuten auf eine Blutung hin und erfordern eine sofortige Rücksprache mit dem Operateur?

    Dazu zählen eine Rötung des Verbands, das Abblassen des betreffenden Organs, eine ungewöhnliche blaue Farbe (ähnlich einem blauen Fleck), Schwindelgefühl, leichte Bewußtseinsstörungen, Herzklopfen, sinkender Blutdruck oder ungewöhnliche Schmerzen im Bereich von Bauch oder Schultern.

  19. Warum sollte der Patient alle vorab gelisteten Medikamente meiden?

    Diese Medikamente sind Herzmedikamente bzw. Medikamente mit Wirkung auf das Nervensystem. Sie können die Wirkung der Narkose oder der postoperativ verordneten Medikamente beeinträchtigen. Die Narkose kann eine Änderung der gewohnten Medikamenteneinnahme erforderlich machen, um so verstärkende oder gegensätzliche Effekte zu vermeiden.