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Praxis für Urologie
Dr. med. Aref El-Seweifi
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Lokale Betäubung
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Lokale Betäubung, lokale Anästhesie:

Die Regional-oder auch Lokalanästhesie stellt die Methode der Wahl zur Schmerzbeseitigung in einem begrenzten oberflächlichen Operationsgebiet dar. Sie wird vor allem bei ambulanten Operationen und bei Eingriffen in der Genitalgegend angewendet. Diese Technik der Schmerzbeseitigung wird auch Feldblock genannt, da die Injektion unter die Haut in die Nähe von oberflächlich verlaufenden Nerven erfolgt, um so die Schmerzfortleitung zu unterbinden. Als Lokalanästhetikum kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Die wichtigste Gruppe stellt die sogenannte „cain“-Gruppe dar. Deren wichtigste Vertreter sind Lidocain, Scandicain, Xylocain und andere. Sie können mit einem Medikament, das die Blutgefäße verengt, kombiniert werden, um so den Abtransport (wash out) des Betäubungsmittels zu verzögern und dadurch die Wirkungszeit zu verlängern. Diese Kombinationen können in bestimmten Körperregionen eingesetzt werden, aber nicht in peripheren oder Endabschnitten. Auch, wenn die Wirkung eigentlich nur am Ort (lokal) stattfindet, werden sie dennoch als Anästhetika betrachtet, die nicht nur Auswirkungen auf den Schmerz, sondern auch auf das Verhalten haben. Aus diesem Grund werden die Patienten angewiesen, auch bei Operationen, die unter Lokalanästhesie durchgeführt werden, nüchtern zu bleiben. Auch können Sie am Tag einer unter Lokalanästhesie durchgeführten Operation nicht aktiv am Verkehr teilnehmen oder selbstverantwortlich Entscheidungen treffen.

Für welche Patienten eignen sich Operationen unter Lokalanästhesie?

Alle Erwachsenen, die kooperativ sind und sich kleineren oder oberflächlichen Eingriffen unterziehen, können unter Lokalanästhesie operiert werden. Die Operation sollte eine Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten. Es ist hierbei unbedeutend, ob die Operation stationär oder ambulant durchgeführt wird.

Wie funktioniert die Lokalanästhesie?

Unter vollkommen sterilen Bedingungen wird das Anästhetikum der Operationsgebietentlang unter die Haut gespritzt. Dabei wird darauf geachtet, dass das betäubten Gebiet weiter als das Operationsgebiet sein soll um das Operationsfeld herum ein Sicherheitsrand geschaffen wird, damit während der Operation und auch für eine gewisse Zeit danach eine komplette Schmerzaufhebung gewährleistet ist. Zum Schutz vor möglichen unerwünschten das Herz betreffende Nebenwirkungen können vor der Gabe des eigentlichen Lokalanästhetikums noch andere Medikamente injiziert werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

  1. Eignet sich die Lokalanästhesie für jede Operation?

Nein, sie eignet sich nur für kurze Operationen.

2. Kann ich sofort nach einer unter Lokalanästhesie durchgeführten Operation nach Hause gehen?

Nein, Sie sollten noch etwas bleiben, um sich zu erholen. Eine Lokalanästhesie hat eine Wirkung auf die Nervenendigungen. Sie beeinflusst aber auch das Nervensystem. Daher sollten Sie dafür sorgen, dass sich auch nach einem unter Lokalanästhesie durchgeführten Eingriff eine andere Person für den Rest des Tages um sie kümmert.

3. Welche Nebenwirkungen können bei einer Lokalanästhesie auftreten?

Das ist abhängig von der Zusammensetzung und Art der Narkosemittel, die benutzt wird. Alle zur Verwendung kommenden Lokalanästhetika sind sicher. Sie haben nur sehr geringe Nebenwirkungen, wenn sie entsprechend ihres Einsatzweckes angewendet werden. Die hauptsächlichen Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen, ein plötzlicher hoher Temperaturanstieg, eine Verlangsamung der Herzfrequenz, Herzinsuffizienz, Krämpfe und Erbrechen.

4. Kann ich zur Unterstützung der Lokalanästhesie einige Schmerztabletten nehmen?

Nein, das sollte man unter keinen Umständen tun, denn es kann gefährlich sein.

5. Können Kinder auch unter Lokalanästhesie operiert werden?

Nein, denn das verlangt die Kooperationsbereitschaft und Ruhe des Patienten, was bei Kindern nur sehr schwer zu erreichen ist.