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Harnblasenkrebs entsteht aus bekannten oder unbekannten krebserregenden Einflüssen, die die Schleimhaut der Harnblase zur vermehrten krankhaften Aktivität verleiten. Krebszellen teilen sich unverhindert und vermehren sich enorm. Man nennt dieses wachsende Gebilde ein Karzinom.
Im Anfangsstadium befällt der Karzinom nur die Oberfläche der Blase. Im diesem Stadium kann der Krebs einfach behandelt werden und eine aggressive Behandlung mit schweren Lasten ist nicht notwendig. Aus diesem Grund ist die Früherkennung von äußerster Wichtigkeit. Wenn danach regelmäßige Untersuchungen, notfalls Behandlungen erfolgen, könnte der Patient sehr gut damit leben, ohne Verlust an Lebensqualität.
Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Karzinoms erhöht sich im fortgeschrittenen Alter. Diese Tatsache trifft die Männer häufiger als die Frauen. Die Prognose des Tumors ist u.a. von dessen Eindringtiefe, Größe, Typ, Differenzierung und dessen Einfluß am Körper abhängig. Je oberflächlicher, kleiner, gut differenzierter, desto besser ist die Prognose.
Die Behandlung abhängig vom Stadium:
- Ausschabung des befallenen Areals und Verödung mit dem Laser (Oberflächliches Karzinom).
- Entffernung der Blase und eine Harnableitung (wiederholtes oberflächliches bzw. auf die Blase beschränktes Karzinom).
- Chemotherapie (fortgeschrittenes Karzinom).
- Schmerztherapie in verschiedenen Stufen und Formen bei fortgeschrittenem Karzinom.
Die Entartung der Schleimhaut der Blase ist in zwei Hauptformen zu unterscheiden: Übergangskarzinom und Hornschleimhautkarzinom. Das Erste ist häufig in Europa und Amerika anzutreffen. Das Zweite in Gebieten mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Arabien und Asien. Das Karzinom kann oberflächlich oder tiefsitzend sein. Es gibt eine bestimmte Klassifikation dafür.
Die Risikofaktoren für Blasenkrebs sind:
- Kontakt mit Chemikalien, insbesondere aromatische Amine
- chronische Entzündungen
- chronische Parasiten wie Bilharziosa
Wie schütze ich mich vor Blasenkrebs:
- Vermeiden Sie den Kontakt mit aromatischen Aminen wie z.B. Farbstoffen.
- Lassen Sie eine chronische Blasenentzündung vom Urologen behandeln.
- Vermeiden Sie die Infektion mit Bilharziosa, schwimmen Sie z.B. nicht in infizierten Flüssen.
- Lassen Sie sich umgehend vom Urologen untersuchen, wenn Sie unter Bilharziosa leiden.
- Erscheinen Sie sofort beim Urologen, wenn Sie Blut im Urin entdecken.
- Konsultieren Sie Ihren Urologen, wenn Sie mehr als drei mal jährlich unter Blasenentzündung leiden oder unter unerklärbarem Harndrang leiden.
- Bleiben Sie in regelmässigen Kontrollen, wenn Sie Blasenkrebs haben.
Die Behandlung des oberflächlichen Typ des Blasenkarzinoms erfolgt mit Entfernung des Karzinoms und anschließender Instillation der Blase mit Medikamenten. Bei muskulaturgreifendem Karzinom wird die Blase entfernt. Organüberschreitender Blasenkrebs wird mit Chemotherapie behandelt. |